Die landwirtschaftliche Ausbildung fit machen für die Zukunft

 

Täglich treffen Landwirtinnen und Landwirte Entscheidungen, die die Produktion und Qualität unserer Lebensmittel sicherstellen, und auch ihre Position in der Gesellschaft und den Lebensraum von Mensch und Natur beeinflussen.

Viele landwirtschaftliche Aktivitäten führen zu Emissionen von Ammoniak und Methan. Technisches Know-how und fortschreitende Innovationen bieten der Agrarpraxis wachsende Möglichkeiten, auf umweltschonende Techniken umzusteigen. Diese Entwicklung wird zunehmend von der Gesellschaft gefordert und durch die Agrarpolitik gefördert. 

In unserem Projekt „Luftreinhaltung durch Landwirtschaft“ untersuchen wir, inwiefern Maßnahmen zur Luftreinhaltung Teil der beruflichen Ausbildung des Berufsbildes sind. Da Entscheidungsträger im Agrarbereich zunehmend auch akademische Abschlüsse haben, werden neben Berufsschulen auch Hochschulen und Universitäten befragt. 

Nach der Erhebung wollen wir im Dialog mit den Lehreinrichtungen und Akteuren aus der Landwirtschaft die Ausbildung zu ammoniak- und methanarmer Bewirtschaftung gestalten und damit fit für die Zukunft machen.

 

Erster Regionaldialog am 24. September

Die Aus- und Fortbildung ist ein zentrales Vehikel, um umweltbewusstes Wissen und Praktiken an die Landwirte zu tragen. Dafür fand am 24. September 2019 ein erstes Austausch- und Vernetzungstreffen in Verden statt. Der gemeinsamen Einladung mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sind diverse Akteure aus der Aus- und Fortbildung gefolgt.

Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und der Einbettung in das Projekt, gab es erste spannende Diskussionspunkte, die im Rahmen des Projektes weiter aufgegriffen werden. Einerseits wurde deutlich, dass bereits ein hohes Engagement und Bewusstsein für das Thema Ammoniak- und Methanemissionen aus der Landwirtschaft bei den Teilnehmenden besteht. Andererseits wurden bestehende Herausforderungen und weitere Handlungsmöglichkeiten, vor allem im Bereich der Methanemissionen, klar benannt. Ein weiterer Regionaldialog in größerer Runde ist im Frühjahr 2020 angedacht. Falls Sie Interesse an der Teilnahme haben, melden Sie sich gerne: syhre[at]duh.de.

Das Treffen hat den Raum geboten, um u. a. folgende Fragen gemeinsam zu diskutieren:

» Welche Hindernisse und Herausforderungen bestehen aus Sicht der Akteure? Welche Handlungsmöglichkeiten werden gesehen? Welche Hilfestellungen werden benötigt?

» Welche politischen und/oder strukturellen Rahmenbedingungen braucht es für eine Anpassung der landwirtschaftlichen Aus- und Fortbildung? 

» Wie können Lehrinhalte zur Vermittlung von Wissen zur ammoniak- und methanarmer Bewirtschaftung aussehen? Was wird bereits gelehrt und welche guten Praxisbeispiele gibt es?

 

 

 

Umfrage zur Erhebung des Status Quo

Bundesweit haben wir Berufsschulen und Universitäten zur Verankerung des Themas Emissionen in der landwirtschaftlichen (Aus-)Bildung befragt.

ZU DEN ERGEBNISSEN 

 

Kontakt

Sie unterrichten an einer landwirtschaftlichen Berufsschule oder sind Dozent oder Dozentin in einem agrarwissenschaftlichen Studium?

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