Wir setzen uns auf politischer Ebene ein

Gute Luftqualität und naturnahe Ökosysteme sind Gemeingüter, deren Schutz sich die Projektpartner zum Ziel gesetzt haben. Wir machen darauf aufmerksam, dass die derzeitige Politik nicht ausreicht um den Schutz von Ökosystemen, Klima und Gesundheit zu gewähren. Gerade bei Emissionen aus der Landwirtschaft gibt es in Deutschland große Defizite bei der Umsetzung europäischer Richtlinien. So werden nationale Emissionshöchstmengen für Ammoniak seit Jahren überschritten. Bei Methan gibt es derzeit nicht einmal politische Ziele oder Grenzwerte, trotz der Bedeutung des Gases für Klimaschutz und Luftreinhaltung. Eine Berücksichtigung beider Schadstoffe ist wichtig. Denn im Allgemeinen gilt: Alle Aktivitäten zur Reduzierung von Methan und Ammoniak, die sich in der Praxis bewährt haben, bieten wichtige Ansatzpunkte für die Entwicklung einer emissionsarmen Landwirtschaft in der Zukunft.

Welche Hürden es auf dem Weg zu einer emissionsarmen Landwirtschaft gibt, beleuchtet die DUH in Fachgesprächen mit Teilnehmern aus Politik, Forschung und Landwirtschaft. Gemeinsam werden ökologisch sinnvolle Maßnahmen für die Zukunft identifiziert und vorangetrieben. Ziel ist es, dazu beizutragen, dass die Methan- und Ammoniakemissionen über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus reduziert werden.

Im Rahmen des Projekts stärken wir die Rolle der Zivilgesellschaft in europäischen Mitgliedsländern. Zusammen mit unseren Partnern und Unterstützern in Belgien, Frankreich, Schweden, Dänemark und Tschechien verfolgen wir drei laufende Gesetzgebungsverfahren: Die Umsetzung der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen (NEC), die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und des Göteborg Protokolls.

Konkret unterstützt das European Environmental Bureau (EEB) die Beteiligung von NGOs an der Umsetzung der NEC-Richtlinie in den Nationalen Luftreinhalteprogrammen. Außerdem nimmt das EEB Teil an den Treffen im Rahmen des Übereinkommens über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung (LRTAP Convention) teil. Als Beobachter verfolgen sie die Revision des Göteborg Protokolls und vertreten in Gesprächen die Position der Umweltverbände.  France Nature Environnement und die DUH beobachten und kommentieren in Frankreich bzw. Deutschland Gesetzgebungsprozesse und die Implementierung der Nationalen Luftreinhalteprogramme.

Gemeinsame EU-Agrarpolitik nach 2020

Jährlich gibt die EU 60 Milliarden Euro Steuergelder für Subventionen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) aus. Damit finanziert sie überwiegend die intensive Tierhaltung anstatt mit diesen öffentlichen Mitteln in Natur, Umwelt und Klima zu investieren. Der Beitrag von Umweltverbänden bei der Überarbeitung der GAP ist wichtig, um sich für solide Anforderungen zur Reduzierung von Ammoniak und Methan sowie für einen Wandel in der Förderungspolitik einzusetzen. Aspekte der Luftqualität und des Klimawandels müssen in den Diskussionsprozess eingebracht werden.  Dieses Projekt unterstützt die NGO-Gemeinschaft im Kampf für eine nachhaltige Landwirtschaft, indem es die Informationen liefert, die genutzt werden können, um die Notwendigkeit von Agrarsubventionen für nachhaltige Praktiken zur Verringerung von Luftemissionen zu unterstreichen.

Lesen Sie hier das Positionspapier zur Gemeinsamen Agrarpolitik des EEB.

Konkret unterstützt das European Environmental Bureau (EEB) die Beteiligung von NGOs an der Umsetzung der NEC-Richtlinie in den Nationalen Luftreinhalteprogrammen. Außerdem nimmt das EEB Teil an den Treffen im Rahmen des Übereinkommens über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung (LRTAP Convention) teil. Als Beobachter verfolgen sie die Revision des Göteborg Protokolls und vertreten in Gesprächen die Position der Umweltverbände.  France Nature Environnement und die DUH beobachten und kommentieren in Frankreich bzw. Deutschland Gesetzgebungsprozesse und die Implementierung der Nationalen Luftreinhalteprogramme.

Unsere Forderungen gegen Lebensmittelverschwendung

Bereits im Jahr 2015 hat sich Deutschland zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der UN bekannt und sich damit das Ziel gesetzt, die Lebensmittelverluste im Handel und bei Verbrauchern bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Passiert ist seither wenig. Damit weniger essbare Lebensmittel weggeschmissen werden, braucht es verbindliche branchenspezifische Reduktionsziele, die sich bis zum Jahr 2030 schrittweise erhöhen. Im Rahmen einer Dokumentationspflicht müssen Unternehmen die Verluste genau erfassen und melden. Ein gesetzlicher Wegwerfstopp für Supermärkte muss verhindern, dass essbare Lebensmittel im Müll entsorgt werden. Gemeinsam mit Foodsharing richtete sich die DUH deshalb mit Forderungen an die Politik. Lesen Sie hier den Aktionsplan.

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